Militärischer Widerstand
Der militärische Widerstand bestand
hauptsächlich aus politisch oppositionellen Offizieren, die zunächst Hitlers Vorhaben einen Krieg zu entfachen ablehnten. Sie befürchteten eine mögliche Niederlage. Ihr
Ziel war es, Hitler abzusetzen und zu verhaften. Vor dem Hintergrund der Blitzsiege bis 1941 standen ihnen aber Hitlers militärische und bis 1939 auch seine diplomatischen Erfolge entgegen. Viele Militärs fühlten sich auch durch den Eid, den sie persönlich auf Adolf Hitler abgelegt hatten 
Den Weg in den Widerstand fanden einzelnen Militärs vor allem durch die Erfahrungen im Osten. Die Kriegsführung in Polen und der Sowjetunion war unvorstellbar grausam. SS und SD führten Massenerschießungen an Juden und kommunistischen Funktionären, aber auch an Zivilisten durch.
Diese Erfahrungen bewegten Oberst Claus Graf Schenk von Staufenberg sich vom nationalsozialistischen Regime vollends abzuwenden. Ab 1944 trieb er den militärischen Widerstand maßgeblich voran. Durch die
Verbindungen der Offiziere und die, die Staufenberg durch den Kreisauer
Kreis (s. bürgerlicher Widerstand)
erlangte, war es den Widerständlern möglich ein Netz in der kommunalen
Verwaltung aufzubauen, welches ihnen die gewaltlose Machtübernahme nach
Hitlers Tod garantieren sollte. Der Plan war, dass der "Führer" bei einem Attentat ums Leben
kommen sollte, welches von Staufenberg persönlich am 20. Juli 1944 in der
ostpreußischen Militärbasis
"Wolfsschanze" ausführte. Doch Hitler
überlebte den Bombenanschlag mit nur leichten Verletzungen. Das
Attentat zog eine massive Vergeltungswelle von Seiten der SS nach sich,
unter der die Beteiligten und die Mitwisser sowie ihre Familien
gnadenlos verfolgt und zum Teil hingerichtet wurden.
Bildquellen: Wikimedia Commons [1][2]
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