Widerstand im Dritten Reich - ein multimediales Lernprogramm
Politischer Widerstand
Der politische Widerstand wurde von vielen kleinen, unabhängigen Gruppen
geleistet. Er bestand hauptsächlich aus der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), der
sozialdemokratischen Partei Deutschlands
(SPD), den Gewerkschaften und der evangelischen sowie der katholischen Kirche. Da diese einzelnen Gruppierungen sehr
unterschiedliche, nicht miteinander vereinbare Gegensätze in ihrer
Weltanschauung hatten, daher unterschiedliche Ziele verfolgten und oftmals nicht
einmal von einander wussten, konnten sie sich nicht auf eine geschlossene
Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus bilden. Oftmals kam es zwischen
den einzelnen Gruppierungen nur wegen der Frage nach der Zukunftsplanung am Ende
der nationalsozialistischen Herrschaft zu Kontakten, allerdings gab es keine
genauen Pläne, wie der Umsturz der nationalsozialistischen Herrschaft
durchgeführt werden sollte. Aufgrund der ständigen Bedrohung für Kommunisten und
Sozialdemokraten in "Schutzhaft" genommen zu werden, organisierten sie sich vor
allem im Untergrund. Beide Gruppierungen versuchten durch das Verteilen von
Flugblättern und Broschüren auf die Situation im Deutschen Reich aufmerksam zu
machen. Sie sahen ihre Aufgabe darin aufzuklären und Informationen zu verbreiten, die der Propaganda der
Nationalsozialisten entgegenwirken sollten. Des Weiteren ließen Sie Informationen über
die NS-Herrschaft dem Ausland zukommen. Für die Verbreitung von Informationen im
Ausland war vor allem der Exilvorstand der
SPD in Prag verantwortlich.
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